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Artikel vom 10.05.2008

Bald fünf Euro für einen Liter Benzin?

Vor zehn Jahren kostete ein Fass Öl 15 Euro, vor einem halben Jahr schon 80, jetzt 120 und in dieser Woche hat die iranische Regierung angekündigt, dass “in naher Zukunft” mit 200 Euro zu rechnen sei. Kostet der Liter Benzin bald fünf Euro?Diese Entwicklung und die Prognose decken sich mit Vorhersagen von Ölfachleuten der USA, die mittelfristig von einer nochmaligen Verdreifachung des Ölpreises gegenüber heute ausgehen. Kostet der Liter Benzin bald fünf Euro?

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Das könnte schon in fünf bis zehn Jahren Realität sein. Die Preise für Energie aus fossilen und atomaren Quellen kennen nur eine Richtung: nach oben! Das kann auch gar nicht anders sein. Diese Preisentwicklung entspricht den Gesetzen der Marktwirtschaft, wonach knappe Güter immer teurer werden. Und Kohle, Gas, Öl und Uran gehen allesamt in den nächsten Jahrzehnten zu Ende.

Verdrängen hilft nicht

Manche Vertreter der alten Energiewirtschaft bestreiten diese schlichte Tatsache noch immer - sie betäuben sich selbst, sie verdrängen die Endlichkeit der Rohstoffe, mit denen sie reich wurden. Aber Verdrängen hilft nicht, es verschärft nur die Probleme und die Verbraucher verlieren noch den letzten Rest von Vertrauen in die alte Energiewirtschaft.

Bei Umfragen sprechen sich noch 20 Prozent der Deutschen für Atomenergie aus, aber 80 Prozent sehen die Zukunft ausschließlich in Erneuerbaren Energien. Teilweise sind die Erneuerbaren heute schon preiswerter als die alten Energieträger. Holzpellets kosten zurzeit bereits 50 Prozent weniger als Öl oder Gas. Worauf warten wir eigentlich noch? An manchen windreichen Tagen ist Strom aus Wind an der Leipziger Strombörse der billigste Strom überhaupt. Solarstrom ist zwar noch teuer, wird aber immer preiswerter - Fachleute gehen davon aus, dass in etwa acht Jahren Strom aus Sonne konkurrenzfähig zum “alten” fossil-atomaren Strom-Mix ist (“Die richtige Mischung” von Eicke R. Weber).

Hinzu kommen noch die unermesslich hohen Folgekosten der alten Energieträger.

Das Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin geht von 800 Milliarden Euro Naturschäden allein für Deutschland durch den Klimawandel bis 2050 aus. Werden realistischerweise diese Folgekosten zu den heutigen Energiekosten addiert, dann sind schon heute Erneuerbare Energien insgesamt unschlagbar preiswert gegenüber den alten Energien. Die Energiewende kostet, aber keine Energiewende kostet die Zukunft!

Schon heute gibt es in Deutschland und in der ganzen Welt Kommunen und Regionen, die zu 100 Prozent auf Erneuerbare Energien umgestiegen sind. Ich habe sie in meinem neuen Buch “Sonnige Aussichten - Wie Klimaschutz zum Gewinn für alle wird” beschrieben. Diese Vorbilder beweisen, dass Deutschland und Europa in etwa zwei Jahrzehnten zu 100 Prozent auf Erneuerbare Energieträger umsteigen könnten. Die Technik ist vorhanden. Was fehlt, ist ausschließlich der politische Wille und Informationen über die Chancen, die auch in der aktuellen Energiekrise liegen.

Artikel aus "Readers Edition": http://www.readers-edition.de (Angaben zur Quelle und zum Copyright dieses Artikels hier)

Franz Alt, 10.05.2008

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