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Artikel vom 09.06.2007

Der Klimakrieg geht weiter

Der Klimakompromiss von Heiligendamm ist besser als zu erwarten war, aber schlechter als fürs Klima geboten. Weil Angela Merkel gekämpft hat und den Konflikt nicht unter den Teppich kehrte, ist ihr ein Teilerfolg gelungen. Die Bush-Regierung erklärte sich erstmals überhaupt bereit, eine Reduzierung der Treibhausgase zu 50 Prozent bis 2050 “in Erwägung zu ziehen”.

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Lobbyisten haben Bush fest im Griff

Worthülsen! (50 Prozent - gemessen an welchem Jahr?). Verpflichtende Erklärungen sehen anderes aus. Auch wenn die Kanzlerin sagt: “Diesem Abkommen entkommt niemand, das ist ein Riesenschritt nach vorn.” Bush hat sich - wie zu erwarten war - als der eigentliche Blockierer von Heiligendamm erwiesen. Erdrückende und klare wissenschaftliche Erkenntnisse von über 2.000 Klimaforschern interessieren diesen Präsidenten einfach nicht. Die US-Kohlelobby und die Öllobby haben ihn fest im Griff - selbst am Ende seiner Amtszeit.

Bush ist der Gefangene seiner alten Abhängigkeiten. Seine “Freundschaft mit Angela” ist nichts als sentimentales Pathos. Wer Kriege um Öl führt, kann das Klima nicht wirklich schützen. Aber nicht nur die USA, auch die Europäer haben bisher beim Klimaschutz weit mehr versprochen als wirklich getan. In Deutschland steigen die CO2-Emissionen seit zwei Jahren wieder. In Heiligendamm haben sich weder die USA noch Indien, noch China, noch Russland auf verbindliche Klimaschutzziele festgelegt.

Der Klimakrieg ist ein Weltkrieg gegen die Natur!

Der Kompromiss von Heiligendamm heißt: Die Treibhausgase sollen bis 2050 halbiert werden. Aber wie bitte? Tatsache ist, dass die Emissionen seit 1997 weltweit um 30 Prozent gestiegen sind. Wenn diese Entwicklung so weitergeht, werden wir 2050 dreimal so viel Klimakiller emittieren wie heute. Der Klimakrieg ist ein Weltkrieg gegen die Natur. Und er wird immer grausamer. Wenn Heiligendamm nicht zum Schein-Heiligendamm werden soll, müssen die Treibhausgase bis 2050 um 80 Prozent reduziert werden, haben die 2.000 Klimaforscher im Auftrag der UNO errechnet.

Politik, hat Bismarck gesagt, ist keine Wissenschaft, sondern die Kunst des Möglichen. Wie künstlerisch begabt Angela Merkel und ihre EU-Kollegen bei der Klimapolitik sind, wird erst der im Dezember in Bali beginnende Kyoto-Folge-Prozess zeigen. Was uns bleibt? Wir alle sind Teil des Problems. Da wir alle Energie verbrauchen. kann jede und jeder auch Teil der Lösung werden und sofort auf Erneuerbare Energie umsteigen.

Artikel aus "Readers Edition": http://www.readers-edition.de (Angaben zur Quelle und zum Copyright dieses Artikels hier)

Franz Alt, 09.06.2007

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