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Artikel vom 15.10.2007

Eine unbequeme Wahrheit für Washington

Für seinen Film “Eine unbequeme Wahrheit” hat Al Gore in Hollywood schon einen Oscar bekommen. Und jetzt auch noch den Friedensnobelpreis. Was hat Umweltschutz eigentlich mit Frieden zu tun?

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In seinem Film und seinem gleichnamigen Buch macht der einstige Vize-Präsident der USA und Beinahe-Präsident des Jahres 2000 deutlich, dass wir heute einen dritten Weltkrieg gegen die Natur führen. Denn an einem Tag verbrennen wir durch Kohle, Gas und Öl, was die Natur in 500.000 Tagen geschaffen hat. So sehr hat noch nie eine Generation vor uns gegen die Natur und damit gegen sich selbst gewirtschaftet. Wir haben aber keinen Ersatz-Planeten. 

Geschicktes Zusammenspiel mit Angela Merkel

Klimaschutz ist geradezu die Voraussetzung für Frieden geworden. Klimaschutz durch bessere Energie-Effizienz und den hundertprozentigen Umstieg auf erneuerbare Energie ist nicht nur eine technische, sondern primär eine moralische und geistige Aufgabe.Wie kein anderer Politiker hat Al Gore das seit 20 Jahren erklärt ­ und zwar auf der ganzen Welt, in unzähligen Konferenzen und Reden. 1997 in Kyoto gelang es ihm, in geschicktem Zusammenspiel mit der damaligen deutschen Umweltministerin Angela Merkel, das Kyoto-Protokoll gerade noch zu retten. Doch auch die Regierung Clinton/Gore scheiterte mit der Ratifikation des Protokolls am Widerstand der Abgeordneten und Senatoren in den USA. Und die Regierung Bush wollte Klimaschutz von vornherein nicht.

Al Gore ist ein Paradebeispiel dafür, dass ein engagierter Klimaschützer ohne politisches Amt mehr erreichen kann als mit einem. Das Nobelpreiskomitee hat eine sehr gute Entscheidung getroffen. Klimaschutz wurde damit endgültig zum Spitzenthema der Weltpolitik im Jahr 2007.

Unmittelbar nach dem 11. September 2001 traf ich Al Gore in Basel.

George W. Bush hatte Bin Laden gerade den Krieg erklärt und getönt: “Wir Amerikaner werden unseren Lebensstil niemals ändern.” Al Gore dazu in Basel: “Wenn wir in den Industriestaaten unseren Lebensstil nicht ändern, werden wir als Menschheit von dieser Erde verschwinden.” Al Gores Gegenspieler Bush ist noch immer der weltgrößte Klima-Ignorant. Insofern ist der Friedensnobelpreis für Al Gore und für den UN-Weltklimarat zugleich eine unbequeme Wahrheit und eine schallende Ohrfeige für den Noch-Präsidenten, der Freitag erklären ließ: “Natürlich freuen wir uns mit Al Gore über diese Auszeichnung.” Es darf gelacht werden!

Artikel aus "Readers Edition": http://www.readers-edition.de (Angaben zur Quelle und zum Copyright dieses Artikels hier

Franz Alt, 15.10.2007

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