Und weiter: "Immerhin eine gute Nachricht nehmen wir aus Lima mit: Der Green Climate Funds hat die Schwelle von zehn Milliarden US-Dollar erreicht. Besonders positiv ist das auch, weil sogar Entwicklungsländer in den Fonds eingezahlt haben. Allerdings reicht diese Summe bei Weitem nicht aus, um die Anpassungen an den Klimawandel auch tatsächlich zu finanzieren. Daher ist die Bundesregierung gefragt: Als G7-Präsident muss sie im kommenden Jahr unbedingt einen Fahrplan für die Auffüllung des Fonds vorantreiben. Außerdem hat Lima eine weitere Schwierigkeit offengelegt: Die Verhandlungen haben, vor allem zum Ende hin, gezeigt, wie viel Vertrauen unter den Staaten verloren gegangen ist. Und wie wenig kompromissbereit einige Länder sind. Daher sind jetzt Deutschland und alle anderen Industrienationen gefragt, ein Zeichen zu setzen. Sie müssen den Entwicklungsländern zeigen, dass sie uns in der Frage der Finanzierung vertrauen können. Nur mit einer vertrauensvollen Basis und Kompromissbereitschaft können wir hoffentlich schon bald die historische Unterscheidung zwischen Entwicklungs- und Industrieländern ad acta legen. Das ist dringend notwendig, wenn wir 2015 ein starkes Klimaschutzabkommen in Paris wollen."
NABU-Präsident Olaf Tschimpke ist in Lima vor Ort und steht für Interviews zur Verfügung. Kontakt über die NABU-Pressestelle.
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Pressekontakt: NABU-Pressestelle, 14.12.2014
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