"Die Ergebnisse der dritten Studie dieser Art zeigen, dass die meisten Unternehmen der Windenergiebranche noch immer einen erheblichen Nachholbedarf im professionellen Risikomanagement ihrer Zulieferketten haben", sagt Professor Wolfgang Kersten, Leiter des Instituts für Logistik und Unternehmensführung der Technischen Universität Hamburg-Harburg. "Dies birgt zunehmende Gefahren, denn die Globalisierung der Lieferketten ist mit einer steigenden Komplexität in Planung und Abwicklung verbunden. Ein unternehmensübergreifendes Risikomanagement ist für Hersteller und Zulieferer der Windenergieanlagenbranche daher wichtiger denn je."
Neben den beiden Hauptrisiken, die Rohstoffpreiserhöhungen und Nachfrageschwankungen, sind aus Sicht der Befragten vor allem die politisch-ökonomischen Gefahren gestiegen. Dazu zählen beispielsweise Konsequenzen aus Änderungen bei staatlichen Fördermaßnahmen. Dagegen haben sich die Gefahren durch den Ausfall der Finanzierung von Windenergieanlagen gegenüber der Vorgängerstudie aus dem Jahr 2010 deutlich verringert. Hier tragen sowohl die Entspannung auf den Finanzmärkten als auch Instrumente des Risikomanagements bei, die in den zurückliegenden Jahren eingeführt wurden. Insbesondere Windanlagenherstellern und -zulieferern von Offshore-Anlagen bereitet zudem ein mögliches Bauteilversagen große Sorgen.
Insgesamt zeigt die Studie, dass vor allem kleinere Firmen die Risiken in der Lieferkette kaum im Blick haben. So kommt erst in 23 Prozent der Betriebe mit 100 bis 500 Mitarbeitern ein unternehmensübergreifendes Risikomanagement der Zulieferkette zum Einsatz, bei Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern liegt der Anteil bei 59 Prozent.
"Noch immer konzentriert sich die Branche zu einseitig auf die Optimierung ihrer Produktion", sagt Jan Scholl, Supply Chain Experte von PUTZ & PARTNER. "Denn der Ausfall eines einzigen kleinen Zulieferers kann die pünktliche Fertigstellung eines gesamten Windparks ins Wanken bringen und damit auch den Anschluss an das Energienetz verzögern".
Die Energieexperten Volker Rothenpieler, Sprecher des Vorstandes, und Dr. Thomas Kuprat, Mitglied der Geschäftsleitung bei PUTZ & PARTNER, stehen vom 22. bis 24. Januar 2013 auf der Handelsblatt Jahrestagung Energiewirtschaft als Ansprechpartner zur Verfügung (Stand Nr. 28).
Die PUTZ & PARTNER Unternehmensberatung AG mit 100 Mitarbeitern steht seit der Gründung im Jahr 1989 für Eigenständigkeit, eine kontinuierliche Unternehmensentwicklung sowie den Beratungsansatz "Viel Erfahrung. Bessere Lösungen". Den erfahrenen Managementberatern mit durchschnittlich 15 Jahren Berufspraxis gelingt es, mit einer Kombination aus konzeptionellen Fähigkeiten und persönlicher Führungserfahrung tragfähige individuelle Kundenlösungen zu konzipieren und umzusetzen. Die Nachhaltigkeit der Projekterfolge ist Grundlage langjähriger Kundenbeziehungen. PUTZ & PARTNER unterstützt Kunden in der Top-Management-Beratung, dem Management komplexer Projekte sowie dem Management auf Zeit. Das Unternehmen zählt über 10 der DAX 30-Unternehmen zu seinen Kunden.
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Carsten Heer, 17.01.2013
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