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Artikel vom 09.03.2010

Verantwortung macht Spaß!

Köln, 4. März. Freude, Bereicherung und Erfüllung bringt es, Verantwortung zu übernehmen. Ein verantwortungsvoller Manager, Politiker, Pädagoge oder Unternehmer schafft es, Mitarbeiter, Bürger, Schüler oder Studenten so anzuleiten, dass sie selbst lernen, eigenständig und verantwortlich zu handeln. Darin waren sich die vier Gäste des 7. DEAL TALKs mit dem Thema „Das können wir eh nicht ändern! – Wodurch wächst der Wille zur Verantwortung?“ einig. Anné Schwarzkopf, Erfinderin und Moderatorin des Wirtschaftsgesprächs DEAL TALK und Geschäftsführende Gesellschafterin von Pálffy + Thöne, gastierte mit ihrer Runde erstmals bei Freshfields Bruckhaus Deringer LLP im Kranhaus Süd hoch über dem Rhein. 90 Gäste erlebten im neuen Wahrzeichen der Stadt einen spannenden und unterhaltsamen Abend, durch den Anné Schwarzkopf gemeinsam mit Ko-Moderator Andre Zalbertus, Journalist und Gründer von Center TV, führte.

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Der neue Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Jürgen Nimptsch, erläuterte, wie er sich in seiner Stadt Bürgerbeteiligung künftig vorstellt: „Die Erfahrung in vielen Städten zeigt, dass Bürger sich immer einmischen, wenn sie das Gefühl haben, dass Entscheidungen ohne ausreichende Diskussion gefällt werden. Mein Ansatz ist, die Bürger bei jeder wichtigen Entscheidung vorher zu beteiligen.“ Derzeit gebe es bei den Ratsmitgliedern noch Skepsis, doch die Bonner Bürger sind begeistert und freuen sich auf das neue Modell. „Es gibt bei uns sehr viele Menschen, die sich engagieren, die mitgestalten wollen. Also werde ich weiter Überzeugungsarbeit leisten.“ Auch bei seinen eigenen Mitarbeitern in der Verwaltung will Nimptsch mehr Beteiligung und Eigenverantwortung verwirklichen. So startete er bei Amtsantritt eine Umfrage, bei der ihn die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg unterstützt.

Eigenverantwortung von seinen Mitarbeitern erwartet auch Anné Schwarzkopfs Gast Thomas Fricke, Geschäftsführer der IMA Germany GmbH, Weltmarktführer für pharmazeutische Verpackungs- und Abfüllmaschinen mit Sitz in Bologna (Italien). „Wir haben grundsätzlich weltweit die gleichen Arbeitsbedingungen, in China genau so wie in Deutschland.“ Um das zu gewährleisten, hat sich das Unternehmen einen Ethikkodex gegeben, dessen Einhaltung von einer Kommission überwacht wird. Auch Zulieferer werden auf diese Regeln eingeschworen. „Unsere Kunden verlangen heute Nachhaltigkeit und den verantwortungsbewussten Umgang mit Mensch und Umwelt. Diese Forderungen erfüllen wir und geben sie an unsere Lieferanten weiter“, so Fricke. Er sieht dabei auch die Kunden in der Pflicht: „Eine Geiz-ist-geil-Mentalität führt zwangsläufig zu Einsparungen und Qualitätsverlusten.“

Dem stimmte Dr. Christoph Berndorff, Vorsitzender des Vorstandes der Pax-Bank eG, seit 1917 Bank für Kirche und Caritas, zu. „Viele Kunden erwarten selbst in der derzeitigen Lage Renditen, die weit über dem Marktniveau liegen. Viele Banken versuchen, diese Ansprüche zu erfüllen und liefern sich einen riskanten Wettbewerb“, mahnte er. „Kunden der Pax-Bank sind jedoch überwiegend sicherheitsorientiert und denken langfristig. Fonds und Zertifikate spielen derzeit eher eine untergeordnete Rolle.“ Die Fonds, die die Pax-Bank anbietet, werden von einem Ethikbeirat begutachtet – nicht erst seit der Finanzkrise, sondern bereits seit 2002. Aber: „Wir bemühen uns um Ethik, wir haben sie nicht gepachtet“, betont Berndorff.

Ein „Gespür für die besondere Verantwortung“ will Berit Sandberg, Professorin für Public- und Nonprofit-Management an der HTW Berlin, ihren Studenten beibringen, die in öffentliche Institutionen und Nonprofit-Organisationen streben. Die Nachwuchs-Akademiker bringen ein starkes Interesse daran mit, hat sie festgestellt: „Kurse zu Wirtschaftsethik und Corporate Social Responsability sind immer gefragt.“ Das sei auch ein Trend in der Gesellschaft. „36 Prozent der Bürger engagieren sich freiwillig. Die Spendenbereitschaft ist hoch und Stiftungen boomen.“ Sandberg ist überzeugt: „Die Rolle des Staates wird sich ändern, die Bürger werden mehr Verantwortung übernehmen müssen. Aber sie sind auch bereit dazu.“

Pálffy + Thöne, Pressekontakt Ina Ullrich, 09.03.2010

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