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Artikel vom 23.10.2008

Wo bleibt der Rettungsplan für das Weltklima?

Politiker und Ökonomen der Industriestaaten haben in großer Eile einen Rettungsplan für die Weltfinanzkrise gebastelt. Wo aber bleibt der Rettungsplan für die noch viel schwerer wiegende Krise des Weltklimas? Die Bundeskanzlerin sagt zu Recht: “Die Klimakrise ist die Überlebensfrage der Menschheit”. Der Klimawandel könnte unsere Lebensgrundlagen für tausende Jahre zerstören.

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Kein seriöser Klimaforscher zweifelt heute noch am Klimawandel.

Jetzt wurde bekannt, dass das Eis an den Polen viel schneller schmilzt als noch vor kurzem angenommen. Nicht erst 2080 - wie bisher befürchtet - sondern schon 2030 könnte der Nordpol eisfrei sein. Das aber heißt: Der Meeresspiegel steigt schneller. Damit ist die Lebensgrundlage von hunderten Millionen Menschen bedroht.

Jene Politiker und Ökonomen, die in dieser Woche vorgeschlagen haben, in Zeiten der Finanzkrise den Klimaschutz zurückzustellen, liegen völlig falsch. Es wäre fatal, jetzt den Klimaschutz zu vernachlässigen, erneuerbare Energien weniger zu fördern oder Spritfresser ungestraft weiter fahren zu lassen. Wer den großen Klimacrash noch vermeiden will, muss jetzt Förderprogramme zum Dämmen von Altbauten auflegen und spritsparende Autos fördern.

Barack Obama hat für die USA ein Förderprogramm von 160 Milliarden Dollar für Erneuerbare Energien angekündigt. Der vermutlich nächste US-Präsident gibt Al Gore recht, der sagt, die USA könnten innerhalb von zehn Jahren zu 100 Prozent auf Ökostrom umsteigen. Selbstverständlich ginge das auch in Deutschland. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Carstensen hat immerhin angekündigt, dass sein Bundesland bis 2020 mehr Ökostrom produzieren werde als alle Schleswig-Hosteiner verbrauchen.

Aber wer soll das bezahlen?

Richtig ist, dass Klimaschutz Geld kostet. Aber genau so richtig ist, dass kein Klimaschutz uns alle noch viel mehr kostet. Die Folgekosten das Klimawandels, prognostiziert der frühere Chefvolkswirt der Weltbank, Sir Niclas Stern, sind zehnmal höher als rechtzeitiger Klimaschutz.

Die Lehre aus dem aktuellen Finanzdesaster gilt auch für das Klimadesaster: Vorsorge ist billiger als das Finanzieren der Katastrophe. Für die Finanzkrise und für die Klimakrise gilt: Wer nur kurzfristigen Gewinn sieht, fällt in ein tiefes Loch. Der Umbau auf 100 Prozent Erneuerbare Energie darf nicht verlangsamt, er muss beschleunigt werden. Nur dann haben wir noch einen Fluchtweg aus dem Treibhaus und einen dreifachen Gewinn: Wir schaffen hunderttausende neue Arbeitsplätze, sparen Geld und schützen das Klima.

Artikel aus "Readers Edition": http://www.readers-edition.de (Angaben zur Quelle und zum Copyright dieses Artikels hier)

Franz Alt, 23.10.2008

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